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Gedanken zum Thema Strategie 

Teil 1

 Wir reden schon lange über Strategie. Wir redeten aber nicht lange genug über sie. 

Warum? Weil es immer noch Fragen dazu gibt.

Strategie ist eine Art zu denken. Es ist auch der Weg, von einer Lage in die nächste zu kommen.  Es ist ein Weg, der sich aus ganz verschiedenen Komponenten zusammensetzt.

Stärken, Schwächen, Chancen, Risiken: All dies hat mit Ehrlichkeit (anstatt sich etwas vorzumachen) und richtiger Einschätzung zu tun. Außerdem mit Beobachtungsgabe anstelle von vorgefertigten Meinungen. 

Die tiefergehende Analyse von Stärken und Schwächen 

Erst einmal muss man verstehen, dass es ohne ein klares Ziel nicht möglich ist, eine Stärke als Stärke einzuschätzen. Warum? Weil eine Stärke nur eine Stärke in Relation zu etwas ist. 

Der Umstand, eine sehr gute Kondition im Ausdauersport zu haben, ist für den Sportler eine Stärke. Nicht aber für den Maler, den Künstler. Eine Stärke muss etwas sein, dass er zur Zielerreichung brauchen kann. 

Natürlich könnte man sagen, dass die Kondition auch eine Stärke für den Maler ist, weil er damit mit den Bildern unter dem Arm zur Galerie laufen kann. Aber das wäre eine eigenartige Betrachtung der Dinge. Die Stärke des Malers könnte sein, dass er besonders gute Kenntnisse über Farbharmonien hat. Das wiederum ist keine Stärke des Sportlers. Verstehen Sie, was eine Stärke ausmacht?

Und genauso verhält es sich mit Schwächen. Die Farbharmonien nicht zu kennen ist keine Schwäche für den Sportler, jedoch für den Maler.

Also, der Schlüssel der ganzen Angelegenheit ist ausschließlich das, was Sie vorhaben. Dies wird in den meisten Fällen viel zu oberflächlich benannt! Seien Sie sicher, wenn Sie Ihr Vorhaben genau, in allen Details formulieren (d.h. ihm eine Form geben), dann ist die halbe Arbeit schon geschafft.

Wenn ich weiß, dass das Vorhaben darin besteht, eine Straße zu bauen mit genau 18 Metern Breite; wenn ich weiß, es soll Teerboden sein; wenn ich auch weiß, warum es Teerboden und nicht Beton sein soll; wenn ich weiß, warum 18 Meter Breite – wegen des starken Verkehrsaufkommens in dieser Region. Wenn ich genau weiß, welches Problem ich mit diesen 18 Metern lösen will und warum genau dieses, und wenn ich als guter Straßenbauer Spaß daran habe, diese Aufgabe zu lösen, mich die Freude schon aus dem Bett treibt … Und wenn ich den Grund meines Handelns kenne, was werde ich lösen für andere … Wenn all diese Fragen beantwortet sind: Dann weiß ich definitiv, was in mir dazu eine Stärke ist und was, um all das zu erreichen, eine Schwäche ist. O.k.? Also:

Die Stärke: gute Pläne zeichnen zu können

Die Stärke: exakt zu sein

Die Schwäche: keine Zeitziele genau einzuhalten

Die Schwäche: mich mit Ablenkungen zu beschäftigen 

Die Schwäche: nicht eindeutig in Besprechungen zu sagen, was genau ich will

Die Schwäche: mir auch etwas einreden zu lassen, ich sei egoistisch, weil ich was erreichen will – blablabla … 

All das werden Stärken und Schwächen angesichts des Vorhabens. Ohne dieses Vorhaben sind das vielleicht gar keine Schwächen oder auch keine Stärken … Nicht eindeutig zu sagen, was ich will, das kann eine Stärke sein, wenn es darum geht, im Sozialen jemanden zu führen. 

Welches Umgehen kann eine Stärke sein, insbesondere dann, wenn ich „Everybody's Darling“ sein möchte … Verstehen Sie das? 

Was will ich, das ist die Frage. In Relation dazu sind Eigenschaften erst Stärken und andere Schwächen. Was ist Chance, was ist Risiko. 

Wieso ist ein Regensturm eine Chance? Weil der trockene Boden bewässert wird, weil die trockene Luft verwirbelt wird, weil, weil, weil …

Wieso ist der Regensturm ein Risiko?  Weil es zum zwanzigsten Mal im Monat stürmt und alles bereits überschwemmt ist. Also, warum ist etwas eine Chance bzw. ein Risiko? 

Das hängt von den gesamten Umständen ab. Unser Sommer dieses Jahr ist wunderbar – eine Chance für Biergärten und Schwimmbäder. Und ein Risiko für Bauern, Weinbauern, Viehzüchter und so weiter. 

Warum? Weil die Hitze und Trockenheit große Teile des Lebens bedrohen können und bereits Teil der Erderwärmung sind, egal was uns erzählt wird, so etwas gab es schon ganz lange nicht … Weil unser aller Überleben von funktionierender Natur abhängt … weil unser menschliches Vorhaben einfach klar damit zu tun hat. 

Deshalb ist eine umfängliche, ganzheitliche Sichtweise so wichtig. „Des einen Freud ist des anderen Leid“, sagt ein Sprichwort. 

Funktionierende Schwimmbäder schützen uns vor einer Dürre auch nicht, obwohl sie nur für sich gesehen eine sehr gute Funktion haben. 

Verstehen Sie: Die Einschätzung, was ist nun wesentlich, hängt von der umfänglichen Sicht des Betrachters ab. Gemeinsame Vorhaben planen. Ein Ehepaar, das nicht klar kommt, sollte seine Vorhaben überprüfen und zusehen, dass die beiden dies auf klaren Kurs bekommen. Sofort endet jede Diskussion, wenn ein gemeinsamer Wunsch betrachtet wird. Beide wissen genau, was dazugehört und was nicht. 

Sicherlich darf es immer noch Diskussionen geben, aber nicht betreffend der grundsätzlichen Dinge. Finden Sie in einer Krise einen gemeinsamen Nenner, einer, der Gewicht hat, und die ganze Sache fängt an, sich zu beruhigen. 

In einem Streit wirkt der Satz „Wir sind doch ein Paar und wollen beide dorthin (was immer auch das Vorhaben ist) – welcher Weg würde uns gefallen?“ Und so weiter. Der eine meint, dass Blumen auf das Nachtkästchen gehören, der andere nicht … Aber das sind keine Grundsatzdiskussionen.  

Was haben wir vor? 

Welche Werte und Prinzipien wolle wir dabei achten? 

Wer übernimmt was? - Und los geht’s … 

Wer kann was besonders gut? 

Wer hat andere Fähigkeiten beizutragen – ja, zu was? 

Zum Vorhaben natürlich.Ohne ehrliches Vorhaben, das beide anstreben, ist es schwierig. Die Zeit vor der Hochzeit ist oft aufregender als die danach. Warum? Das Vorhaben ist erreicht, und manchmal wurde kein neues erschaffen. 

Habt ihr kein Vorhaben, dann habt ihr endlose Diskussionen über alles mögliche Blabla … Alles wird schwierig, alles wird zerredet, nichts ist gut und so weiter. Weißt du, in solchen Situationen ist einfach gut zu sagen: „Stopp! Das, was wir tun, führt zu gar nichts. 

Um was geht es?“ Findet dann einfach heraus, worum es geht. Was soll erreicht werden? Und richtet euch darauf aus. 

Achtet darauf, es geht nicht ums Rechthaben. Es geht nicht um das Beweisen, dass er eine ein stärkerer Egoist ist als der andere. 

Nein, es geht um Kooperationen. 

Findet eine Sache, in der ihr bereit seid zu kooperieren. Und das nehmt als Mittelpunkt. Dann baut all die anderen Dinge dort herum. Geht gemeinsam wandern, schon richten sich die Dinge aus (das ist etwas einfach ausgedrückt). Scheint die Sonne, ist es eine Chance. Wolken können ein Risiko sein, dass man einschätzen muss. 

Findet Wege in der gemeinsamen Diskussion, diese zu überwinden. Schon seid ihr ein Team .Überwindet etwas gemeinsam: Schon seid ihr auf einer Seite. Gute Schuhe sind eine Stärke. Sich in der Natur auskennen ist eine Stärke. Wer hat die Stärke? 

Organisiert euch gemäß euren Stärken. Achtet die Stärken des anderen und lernt daraus. Sich leicht erkälten ist eine Schwäche, eventuell eine Immunschwäche, die kann man überwinden. Findet gemeinsam Maßnahmen. Zum Beispiel wenn es kühl wird, einzukehren. 

Es ist kein Ego-Trip, nein, es ist ein Miteinander. Man kann mehrere trockene T-Shirts zum Wechseln mitnehmen. Redet über die Möglichkeit, das Risiko zu überwinden. Aber zuerst ist das Vorhaben.

Also, Strategie ist der Weg, der die Stärken maximal gut einsetzt, das Vorhaben zu erreichen. Sie minimalisiert alle Risiken, nutzt alle Chancen und macht aus den Schwächen entweder Stärken oder bringt die Schwäche dazu, minimal zu wirken.

Stärken und Schwächen ausgewogen betrachten. Manchmal kann jemand 80 % seines Jobs hervorragend und 20 % nicht. 

Finde Wege, wir er eben diese 20-%-Tätigkeit nicht zu tun hat. Lasse diese Aufgaben einen anderen tun oder, oder … In der Stärke ist der Mensch auch sicher und zuversichtlich. 

Jeder von Ihnen hat eine Mischung aus vielem und ganz besonders aus Stärken. Ich weiß, wir kümmern uns nur allzu gerne um die Schwächen auf kauen darauf herum. Ja, o.k., wenn man sie korrigieren kann, dann ist es schon recht. Aber bitte nicht nur. 

Die ganze Schönheit, etwas zu können, wird durch die Konzentration auf Schwächen zunichte gemacht. Jeder hat auch die Verantwortung, sich zu seinen Stärken zu bekennen. Kenne aber auch deine Schwächen – richtig! Aber bitte nicht nur … Sondern in der Mitte, in der Ausgewogenheit liegt der Erfolg:

Nur Stärken ohne Betrachtung der Schwächen, das ist zu wenig. Nur Schwächen ohne Betrachtung der Stärken ebenso.Es ist die Mitte. Ich denke, unser Leben in der Mitte ohne Extremismus – egal ob links oder rechts oder sonstwo – hat eine größere Chance. 

Kein Extremismus hat jemals durchgehalten in der Geschichte. Warum? Weil er wider das Leben ist. Kein Mensch wurde jemals besser, wenn man ihm nur seine Fehler vor Augen hält, ohne seine Stärken zu erwähnen, anzuerkennen oder zu loben. 

Keine Diktatur hat je durchgehalten. Warum? Zu einseitig – deshalb dem Leben zuwider. Jeder von uns ist in der Lage, in dieser Zeit Wertvolles zu tun. 

Acht Empfehlungen zur Stärkung  

1. Beachten Sie die Stärken Ihres Teams, ihrer Mitmenschen.

2. Konzentrieren Sie sich nicht allzu sehr auf die Schwächen von anderen. 

3. Achten Sie auf Ausgewogenheit und die Mitte.

4. Lehnen Sie Extremismus ab. 

5- Lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn Ihnen mal ein Schwarzmaler über den Weg läuft und Sie nach dem Besuch das Gefühl haben, es ist besser, Sie lassen es sein weil Sie nur Schwächen haben und keine Stärken. 

6. Seien Sie mutig, zu Ihren Stärken zu sehen – vor sich selbst und anderen.7. Ermuntern Sie die anderen, wenn's mal eng ist.

8. Und ob alle Zeitungen die unschönen Seiten des Lebens auch berichten – na ja, mal sehen … Das ist alles nicht neu, oft schon gesagt, viele Male umgesetzt und auch genauso viele Male nicht getan. 

Aber überdenken Sie eins: So wie Sie die Welt sehen, so nehmen Sie an, dass auch diese Sie sieht. Und was Sie über andere denken, denken Sie auch ein Stück über sich. Für heute genug, nächstes Mal mehr. 

Also, viel Erfolg beim Erarbeiten von Strategie! 

Ihr Team von SiTa Consulting